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Geschichte der Schule PDF

Aus den Anfängen...

 

Als sogenannte Kriegsmittelschule nahm nunmehr vor fast sieben Jahrzehnten unsere Schule ihren Betrieb auf.

Aus den Erinnerungen ehemaliger Schülerinnen des ersten Jahrgangs:

 

Erster Jahrgang„Bald siedelten wir in ein altes Fachwerkhaus in die Schulstraße um, in dem bis dahin die Kreditbank gewesen war. Obwohl die Einfachheit und bis dahin auch z.T. Unzulänglichkeit dieses Gebäudes mit seinem Inventar heute kaum noch vorstellbar ist, fühlten wir uns sehr wohl dort. An einem langen dunklen Flur lagen auf der einen Seite drei Klassenräume und auf der anderen ein Klassenraum und das Lehrerzimmer. Eine Holztreppe führte vom Flur aus auf den Dachboden. Er diente zur Unterbringung von gesammelten Altmaterial (Knochen, Lumpen, Metall) und zum Trocknen von Heilkräutern. Das Mindestquantum, das jeder Schüler von diesen Dingen sammeln musste, lag fest. Glücklich, wer einen Schlachter kannte, der bereit war, Knochen abzugeben, denn die standen besonders hoch im Kurs. Wir tauschten manchmal untereinander: Knochen gegen Brombeerblätter, Girsch gegen Taubnesselblüten usw.. An einem alten Flaschenring konnte man sich vom Schulboden aus an der äußeren Giebelwand des Hauses nach unten lassen.

Verwöhnt waren wir nicht, es war ja Krieg. Als wir einmal einen nagelneuen Eckschrank in unser Klassenzimmer bekamen, grenzte das für uns an ein Wunder. Der Not der Zeit gehorchend, lernten wir, aus „nichts“ etwas zu machen. Wir werkten und bastelten aus Abfällen Spielzeug für Kinder des Ortes, deren Väter im Krieg waren, malten Bilderbücher uns schrieben Märchen ab. Besonders schön waren die Holzpuppen, die die Jungen unter Herrn Schraders Anleitung herstellten und die wir Mädchen anmalen und einkleiden durften.“

 
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